Ortsrundgang durch Dietenhausen

Veröffentlicht am 18.04.2012 in Kommunalpolitik

Bürgermeisterkandidat Daniel Jung stand im Rahmen eines Ortsrundgangs den Bürgerinnen und Bürgern des Weilmünsterer Ortsteils Dietenhausen Rede und Antwort. Dabei wurden viele Probleme, aber auch Ideen und Zukunftskonzepte für den rund 450 Einwohner zählenden Weilmünsterer Ortsteil angesprochen…

Gleich zu Beginn wurde von den Dietenhäusern die aus ihrer Sicht äußerst schlechte Busanbindung des Ortes thematisiert: Der Ort wird von sehr wenig Verbindungen angesteuert, während sich die einzige halbwegs gut frequentierte Haltestelle außerhalb der Ortslage befindet. Gerade für Kinder und ältere Mitbürger stellt dies eine Zumutung dar, insbesondere im Winter.

Dietenhäuser wollen bessere Mobilität


Daniel Jung erläuterte daraufhin das von ihm entwickelte Konzept „WeilMobil“: Ein Rufbus ohne starren Fahrplan, der bei Bedarf fährt und Senioren sogar vor der Haustür abholt.

Als erste Station des Rundgangs war das „Gässchen“ - ein kleiner Fußweg in Dietenhausen, den vor allem viele Kinder auf dem Weg zum Schulbus nutzen. Das „Gässchen“ ist schon seit Jahren in schlechtem Zustand und kaum noch begehbar.

Daniel Jung will sich dieses Problems annehmen. Er werde Rücksprache mit dem Bauamt aufnehmen mit dem Ziel, eine schnelle Verbesserung herbeizuführen, versprach der Bürgermeisterkandidat.

Ein weiteres Problem für viele Dietenhäuser ist der fehlende Einzelhandel im Ort. Die Einrichtung eines Lieferdienstes wurde dazu von den teilnehmenden Bürgern angeregt. Daniel Jung bestätigte, dass fehlender Einzelhandel auch in anderen Ortsteilen Weilmünster ein Thema sei.

Die Idee eines Lieferdienstes werde er aufnehmen, schließlich würden solche ergänzenden Dienstleistungen für den Erhalt der Lebensqualität in Weilmünster immer wichtiger. „Die Gemeinde kann bei der Einrichtung eines Lieferdienstes Motor sein und koordinierend tätig werden!“, so der Bürgermeisterkandidat.

Handyempfang und Einzelhandel werden vermisst


Auch der fehlender Handyempfang in Dietenhausen war Gesprächsthema: Anfangs hatten viele Dietenhäuser den Funkwellen nicht so recht über den Weg getraut. Inzwischen wird der fehlende Mobilfunkempfang im Ort als ein echtes Problem wahrgenommen: Vor allem Junge und Berufstätige werden dadurch von einem Zuzug nach Dietenhausen abgehalten. Für Daniel Jung ist Mobilfunk aus der heutigen Kommunikationsgesellschaft nicht mehr wegzudenken. Er will sich dafür einsetzen, dass Dietenhausen wenigstens von einem Anbieter versorgt wird!

Beim Zukunftsprojekt eines Windparks bemängeln die Dietenhäuser ein Kommunikationsdefizit von Seiten der Gemeinde: Nachdem einmal in einer Bürgerversammlung informiert wurde, herrscht nun wieder Funkstille zur Windkraft am Buhlenberg!

Mehr Transparenz bei Windpark gefordert

Daniel Jung gab deshalb Auskunft über den aktuellen Planungsstand und den anvisierten Zeitplan. „Mehr Transparenz ist das A und O für eine erfolgreiche Energiewende!“ befand der Bürgermeisterkandidat. Bürgerbeteiligung müsse ernst genommen und gelebt werden. Zudem will Jung erreichen, dass die Erträge aus dem Windpark auch den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu Gute kommen, etwa durch eine Bürgerstiftung oder eine Energiegenossenschaft.

Unter den Nägeln brennt den Dietenhäusern auch der Unfallschwerpunkt im Kreuzungsbereich der B 456 mit der Dietenhäuser Ortszufahrt. In diesem bereich sind die Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße oft viel zu schnell unterwegs, was häufig zu Zusammenstößen führt. Auch wenn die Gemeinde hier nicht direkt zuständig ist, will Daniel Jung erneut auf diesen Gefahrenpunkt hinweisen und versuchen, eine Verkehrsberuhigung, ggf. auch durch Geschwindigkeitskontrollen, umzusetzen.

Lob für ehrenamtliches Engagement der Dietenhäuser

Zum Abschluss des Rundgangs sprach Daniel Jung den Dietenhäusern ein großes Lob für das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement der Ortsgemeinschaft aus. Tolle Projekte seien beispielsweise die Neugestaltung des Dorfplatzes.

Ebenso vorbildlich sei der ehrenamtliche Bau einer Fahrzeuggarage am Feuerwehrhaus. Ein Dorf mit so viel ehrenamtlichen Engagement könne sich glücklich schätzen befand Daniel Jung. Dieses Engagement für die Gemeinschaft verdiene sehr viel mehr Anerkennung und Unterstützung.